Krone

Die «Krone» ist ein stattlicher, spätbarocker Riegbau unter geschweifter Ründe. Ihre Untersicht ist mit Jagd- und Dorfszenen bemalt. Wegen der gegenüber gelegenen Schmiede trug das Gasthaus, das 1792 von Hans Jacob Hodel geführt wurde, früher den Namen «Gasthaus zur Schmiede». Hodels Frau ist allerdings schon 1787 «Wirthin zu Uetendorf» genannt worden.

Krone

Die Krone heute

1834 publizierte ein Samuel Wüthrich als «Kronen»-Besitzer und tätiger Badewirt zu Enggistein ein Versteigerungsangebot, in dem das «Tavernenwirtshaus zur goldenen Krone» zu verkaufen oder zu verpachten war. Ende 1869 teilt Johann Frutiger in der «Berner Zeitung» mit, dass er die «Krone» gekauft habe. 1877 zeigt der gleiche Johann Frutiger an, dass er sie nun wieder auf eigene Rechnung betreibe. Auf den 1. Januar 1884 bietet er sie dann aber doch zum Verkaufen oder Verpachten an.

Turm

Der Turm, der als Logo für die 1000-Jahr-Feier ausgewählt worden ist, stammt wohl aus dem 16. Jahrhundert. Er weist einen massiven, 21/2geschossigen Stumpf auf, der einen Riegaufsatz mit Mansart-Helmdach und Uhrgiebel trägt. Das Uhrwerk ist mit 1823 datiert und scheint nachträglich eingebaut worden zu sein. Kaum zutreffen dürfte, dass der Turm von einer alten Kapelle stamme, denn freistehende Türme mit einem Archivraum und einem Gefängnis im oberen Stock finden sich in mehreren bernischen Ortschaften. Beim Fehlen von Kirchen erhielten sie die Nebenbestimmung von Uhrtürmen. Der Turm ist 1981 renoviert worden.

Turm
Der Turm Logo der 1000-Jahr-Feier. Die Uhr vom alten Bergschulhaus ist nachträglich eingebaut worden.

Eichberg

Der Landsitz Eichberg liegt am Hang westlich vom Dorf und überblickt die Aaretalebene. Er besteht aus einem Herrenhaus, einem Ofen-, Schlacht- und Treibhaus. Dazu gehörte seinerzeit auch der Gutsbetrieb mit seiner mächtigen Scheune. Das Herrenhaus liess Carolus von Fischer 1792/93 nach Plänen des Pariser Architekten Vivenel bauen. Es ist ein schlicht gegliedertes, zweigeschossiges frühklassizistisches Gebäude unter einem Walmdach. Den drei Fensterbreiten, von einem Dreieckgiebel gekrönten Mittelrisalit sind beidseitig zweifenstrige Seitenflügel mit vorspringendem Dach angebaut.

Eichberg

Der Eichberg wechselte innerhalb des Geschlechts der von Fischer mehrfach die Hand. Die von Fischer waren Berner Patrizier und machten meistens militärische oder politische Karrieren (auch im Ausland).

1923 verkaufte Eduard Friedrich von Fischer den Eichberg dem Landwirt und Pächter Karl Wyss aus Steffisburg. Von diesem erwarb 1932 das Diakonissenhaus Bern das Herrenhaus und betrieb darin ein Kinderheim. Seit dem Erwerb durch die heutigen Bewohner im Jahr 1984 dient das Haus reinen Wohnzwecken.

In der Novelle von Rudolf von Tavel «Götti und Gotteli» spielt der Eichberg eine Rolle. Major von Fischer wird als Anhänger des Ancien Régime geschildert. Dies stimmt mit anderen Quellen überein, die um 1830 herum den Eichberg als Zentrum der gegen den damaligen politischen Umschwung gerichteten aristokratisch-reaktionären Bewegung bezeichnen. Die Uetendorfer seien deshalb den von Fischers gegenüber nicht freundlich gesinnt gewesen.

Plan Eichberg
Dieser Plan zeigt eindrücklich, wie wichtig die umgebende Gartenanlage für den Landsitz Eichberg ist.

Das Herrenhaus Eichberg ist sicher das mit Abstand bedeutendste kunsthistorische Bauwerk Uetendorfs. In seiner Umgebung fand auch das Festspiel «1000 Jahre Uetendorf» statt.

Römerbrüggli

Das westlich des Eichbergs über den Walebach führende Römerbrüggli hat seinen Namen nur von seinem Aussehen. Es stammt aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und wurde zur Überführung einer Wasserleitung angelegt, die den Teich beim Eichberg mit Wasser versorgte. 

Römerbrüggli